| Hotel & Restaurant WALDHAUS Fam. Klesz 01896 - Pulsnitz Dresdner Str. 55 Voranmeldung + Reservierung Advance notification+reservation via Tel/Fax.: 035955 73912 |
15 Minuten vom Hotel Waldhaus nach Dresden zur Frauenkirche, Semperoper, Dresdner Zwinger (Autobahn A4) Übernachtungsrabatt: Jede 11. Übernachtung* ist kostenlos. Speisenrabatt: Jedes 11. Essen* ist kostenlos. (* pro Person) täglich von 9:00 bis 22:00 Uhr, Samstag 9:00 bis 23:00 Uhr geöffnet |
Rathen, Amselgrund, Rathewalde, Hockstein
Hohnstein (anno 1920)
Ausflug nach Kurort Rathen zum Amselgrund:Ab Hotel WALDHAUS nach links, ca. 1 km die Dresdener Strasse, bis zur nächsten Kreuzung, nach links in die Lichtenberger Straße Richtung Großröhrsdorf, Seeligstadt, Fischbach. In Fischbach links abbiegen und auf der Stolpener Strasse/Stolpener Landstrasse über Stolpen, Stürza, Hohburkersdorf, die Ziegenrückstraße steil bergab (rechts sehr schöne Aussicht auf die Lokomotive), in Waltersdorf rechts abbiegen zum Kurort Rathen.
Rathen* (wahrscheinlich sorbischen Ursprungs, deren Name vielleicht von hrad = Burg) zerfällt in Oberrathen (auf dem linken Elbufer, Eisenbahnstation) und Niederraten (rechtes Elbufer, Dampfschiffstation). Von Letzterer im ist hier die Rede.
Gasthäuser: Gasthaus auf der Ruine Altrathen (außerdem höchst besuchenswerter Punkt); Amselgrundschlösschen, eingangs des Amselgrundes, einfach aber gut; außerdem Erbgericht und Rosengarten (an der Elbe, beide unter einem Besitzer).
Über dem Orte thronen auf steilem Felsen die Ruinen der Burg Altrathen (nicht zu verwechseln mit Neurathen auf der Bastei).
Über ihre Gründung ist nichts bekannt. Ein Theodoricus de Ratin wird 1261 urkundlich als zu den Befehdern des Stiftes Meißen gehörig erwähnt. 1467 zogen der Kurfürst Ernst und der Herzog Albrecht vor die Burg, weil ihr Inhaber Hans von der Oelsnitz "gestattete ins Land zu rauben und Beschädiger der Lande beherbergte"; die Eroberung und Zerstörung erfolgte 1468.
Von Rathen durch den Amselgrund (Markierung: Gelber Balken in weißem Felde) nach Rathewalde (eine Stunde), dem Hockstein (1/2 Stunde) und Hohnstein (1/2 Stunde), zusammen zwei Stunden. Von der Elbe aus die Dorfstraße am Bache entlang (1 1/2 Minuten) bis zur Wegsäule (gerade aus käme man nach Waltersdorf); hier links aufwärts, einen dem links abzweigenden Basteiwege vorüber; am Grünbache entlang; Blick rechts auf den Jungfernstein; vor uns die Felsen der Großen Gans, nach 5 Minuten erreichen wir eine große Linde und eine Wegsäule (links ab käme man in den Wehlgrund); die Straße weiter. Blick rechts aufs Storchnest, das Lamm und die Lokomotive (letztere zum Honigstein gehörig). Weiterhin Blick rückwärts auf den Talwächter (d. i. der Jungfernstein). Man kommt nun an der rechts an dem "Dürren Bach" nach dem Hocksteine abliegenden, 1895 vom Königlich Sächsischen Pionierbataillon Nummer 12 in sieben Tagen erbauten Straße (Höllengrundweg) vorüber (also links Amselgrund weiter), später an dem links nach den Schwedenlöchern zeigenden Wegweiser vorbei; sonach 1/2 Stunde an den Amselfall. Hier stürzt (nach dem die Schleusen geöffnet worden sind) das Wasser des Grünbachs über eine Höhle 10 m hoch herunter. (Interessant ist der Blick von der Höhle aus, dem Amselloche hinter dem Falle.) Sommer-Restauration. Von hier ab Markierung: Grüner Ring. Nun die Stufen aufwärts. Am Ende derselben macht eine Tafel auf das bemooste Haupt aufmerksam; weiterhin eine zweite auf die Studentenkanzel und eine dritte auf das Lutherprofil. Im Grunde weiter aufwärts an der Rathewalder Mühle (Kaffeewirtschaft) vorüber zu Büttners Restaurant (gut) und dann nach Rathewalde (1/2 Stunde) bis Ritters Gasthaus an der Straße Hohnstein-Lohmen. Nun die Hohnsteiner Straße nach rechts (Grüner Ring) bis zu einem Rundteil (20 Minuten; 317 m über N. N.) an der Kreuzung der Pirna-Hohnsteiner und Stolpen-Schandauer Straße; letztere heißt auch nach ihrem Erbauer, Napoleon I., Napoleonstraße.
Schöner Rundblick.
Nun die Schandauer Straße nach rechts bis zur Ziegelei; hier links ab (Wegsäule: Hockstein) bis zur Wegteilung an einem einzelnen Hause (verlassenes Kalkwerk). Rechts weiter. Im Walde an dem rechts einmündenden Pionierwege (9 Minuten) vorbei; geradeaus; gleich darauf den breiten Fußweg rechts ab (links führt die Straße ins Polenztal hinab). Zunächst über eine Stein- (die Teufels- ), dann über eine Holzbrücke (Wolfsschlucht) zur Schutzhütte und Aussicht auf dem Hocksteine.
Der Blick ins Polenztal und auf das gegenüberliegende, hochthronende Hohnstein mit Schloss und Kirche ist großartig schön; zu unseren Füßen das Gasthaus zum Polenztale. Der Hockstein trägt Spuren ehemaliger Befestigungen. Der Volkssagen nach soll hier eine Burg gestanden haben, die mit dem Hohnsteiner Schlosse durch eine über das Polenztal gespannte lederne Brücke (?) Verbunden gewesen sei. Hinter der Schutzhütte die Reste eines Felsengemaches und eine torbogenartige Felsenbildung: die echte Teufelsbrücke. Ein Wegweiser zeigt uns links in die Wolfsschlucht (Felsengasse, über 100 Stufen) hinunter.)
Wer diesen Abstieg scheut, geht vom Hocksteine und schlägt die rechts ins Tal hinabführende Straße ein.
Aus der Wolfsschlucht heraustretend, wenden wir uns links abwärts durch eine Waldschlucht auf die Straße (10 Minuten); diese nach rechts abwärts in 2 Minuten zum Gasthaus zum Polenztal (gut, Nachtlager 1-2 Mark; Pension in der Villa Sanssouci 4 Mark 50 Pfennig). Unterhalb des Gasthauses über die Brücke der Polenz (laute Marken) und den sogenannten Schindergraben, einen reizenden Waldgrund aufwärts; an der Mauer, die den ehemaligen Bärengarten (angelegt 1609, aufgehoben 1756) einschließt, vorüber; an der Felswand das in
den Stein eingehauene Medaillonporträt W. L. Götzingers (von Heynert, 1887); weiter oben teilt sich der Weg (rechts käme man nach der Gautschgrotte, genannt zu Ehren des um die Geschichte der Sächsischen Schweiz verdienenden Rechtsanwalts Karl Gautsch, gestorben 1881); links in 25 Minuten nach Hohnstein.
Die kleine freundliche Stadt liegt hoch über der Polenz (306 m über N. N.), 1350 Einwohner. Das schloss befindet sich auf einem mächtigen Felsen, der an drei Seiten von schaurigen Abgründen umgeben ist. Die Gebäude (Zutritt nicht gestattet) dienen jetzt einer Korrektionsanstalt. An der Südseite des Felsens befindet sich der Bärengarten (80 m tief); der war durch eine Mauer abgeschlossen, die sich vom Schlossfelsen bis hinüber zum Großkäsfelsen zog und von der noch der größte Teil vorhanden ist.
Stadtkirche erbaut 1725 von dem George Bähr, dem Schöpfer der Dresdner Frauenkirche.
Bahnhof: Sekundärbahn Hohnstein-Kohlmühle (12,1 km) zur Verbindung mit der Sebnitztalbahn Schandau-Sebnitz.
Eine höchst reizvolle Fahrt durch das Schwarzbachtal ins Sebnitztal hinab.
Wagen nach dem Brand 3 bis 5 Mark; nach Schandau über den Brand oder durchs Polenztal 6 bis 7 1/2 Mark.
Geschichtliches.
Im 13. Jahrhundert waren die Birken von der Duba im Besitze des Schlosses und der Stadt Hohnstein. Die Herrschaft Hohnstein breitete sich über die ganze Wald- und Felsenwildnis zwischen der Kamnitz und der Polenz aus. Hinko Birke von der Duba tauschte für diesen Besitz vom Kurfürsten Friedrich dem Sanftmütigen und Herzog Wilhelm die Herrschaft Mühlberg a. d. Elbe ein (1443) Herzog Georg der Bärtige überließ die Herrschaft Hohnstein dem Herrn von Schleinitz. 1543 tauscht Moritz von Sachsen Hohnstein gegen Penig und Wechselburg ein, und seit dieser Zeit bleibt es im Besitze der Landesherren, die hier oft der Jagd und des Fischfanges in der Polenz (Lachse) wegen weilten. Die Beschaffenheit des Schlosses machte es trefflich zu einem sicheren Gefängnisse geeignet, und ein alter Spruch lautet: Wer da kommt nach dem Hohnstein, der kommt selten wieder heim.
Seit Anfang des 17. Jahrhunderts wurde Hohnstein Sitz eines Gerichts- und Rentamtes. Bei der Verlegung des letzteren nach Schandau (1858) richtete man Hohnstein zur Landeskorrektionsanstalt ein.
Sehenswertes:
Der Ferdinandstein, Aussichtspunkt links vor der Basteibrücke, mit Aussicht auf Basteibrücke, Steinschleuder, Lilienstein, Große Wehlturm und auf die aus dem Fels geschaffene Felsenburg Neurathen.
Basteibrücke, 76,5 Meter lange Steinbrücke mit 7 Bögen über die Felsenschlucht des Wehlgrundes, 1851 vom Basteimassiv zur Felsenburg Neurathen gebaut.
Der Bastei-Aussichtspunkt und die Basteibrücke sind immer zugänglich.
Burg Neu Rathen, zwischen den Felsen der Bastei und oberhalb von Rathen an der Elbe die Burg Alt Rathen. ärts wandern.
Felsenbühne Rathen, eine Naturbühne mit mehr als 2000 Plätzen.
Rathewalde, mit dem Geburtshaus von Willy Alwin Rotzsch, dem ersten Mundartenerzähler der vorderen sächsischen Schweiz.
Amselgrund, von Grünbach in den Sandstein geschnittenes Erosionstal, mit feuchtem, kühlem Eigenklima und einer Inversion (Umkehr) der mitteleuropäischen Waldhöhenstufen.
Rathewalde, Waldhufendorf am Grünbach mit Dreiseit- und Vierseitbauernhöfen.
Veranstaltungen Felsenbühne Rathen
28.06.2008 15:00 Uhr
"Ronja Räubertochter" nach Astrid Lindgren (90. und letzte Aufführung)
Quellenangaben:
aus Meinholds Führer durch Dresdens Umgebung und die sächsische Schweiz
kleine Ausgabe.
Bearbeitet von Th. Schäfer
Seite 56 bis 59
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Übernachtungsrabatt - jede 11. Übernachtung pro Person ist kostenlos
Speisenrabatt - jedes 11. Essen pro Person ist kostenlos
Essen und Trinken - Wertgutscheine für Geburtstag, Hochzeitstag usw. unbegrenzt gültig
Pulsnitz - Lausitz 15.09.2008 17:04:17 Uhr