Hotel Waldhaus Pulsnitz

Restaurant & Hotel - Der Balkon von Pulsnitz

Hotel Waldhaus - Weinstrasse Saechsischer Weinwanderweg
Hotel Waldhaus Pulsnitz

Hotel & Restaurant WALDHAUS
Fam. Klesz
01896 - Pulsnitz
Dresdner Str. 55
Voranmeldung + Reservierung
Advance notification+reservation
via Tel/Fax.: 035955 73912
15 Minuten vom Hotel Waldhaus nach Dresden zur Frauenkirche, Semperoper, Dresdner Zwinger (Autobahn A4)
Übernachtungsrabatt: Jede 11. Übernachtung* ist kostenlos.
Speisenrabatt: Jedes 11. Essen* ist kostenlos.
(* pro Person)
täglich von 9:00 bis 22:00 Uhr,
Samstag 9:00 bis 23:00 Uhr geöffnet

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Sächsischer Weinwanderweg & Sächsische Weinstrasse

Sächsischer Weinwanderweg
Der Dresdner Geograph Werner Starke entwarf den ca. 90 km langen, nur für Fußgänger zugelassenen Sächsischen Weinwanderweg der die parallel verlaufende Sächsische Weinstraße mit den Stationen Pirna, Graupa, Dresden, Radebeul, Coswig, Niederau, Meißen, Zadel und Diesbar-Seußlitz ergänzt.

Auf den sechs Tagestouren des Sächsischen Weinwanderwegs findet der Wanderer Anlagen des Terrassenweinbaus im Elbtal, Aussichtspunkte mit Blick über das Elbtal, verschiedene Sehenswürdigkeiten, Weingüter und Weinstuben die vorzüglichen sächsischen Wein anbieten.

  1. Pirna (Parkplatz östlich vom Copitzer Winterhafen), Jessen, Graupa, Oberpoyritz, Pillnitz (ein Abstecher zur Rysselkuppe bietet einen herrlichen Rundblick über das Elbtal)
  2. Pillnitz, Hosterwitz, Niederpoyritz, Wachwitz, Loschwitz, Neustadt, Trachenberge, Wilder Mann
  3. Wilder Mann, Spitzhaustreppen, Hoflößnitz, Weingüter Karl Friedrich Aust und Frank Förster, Sternwarte, Schloss Wackerbarth, Radebeul-Zitzschewig
  4. Radebeul-Zitzschewig bis Oberau
  5. Oberau, Nassau, Meißen-Zaschendorf, Spaargebirge, Bosel (ein Abstecher zu den Sörnewitzer Weingütern Schuh und Schabehorn ist möglich), Meißen
  6. Meissen, Proschwitz, Winkwitz, Elbweindörfer Zadel, Golk und Löbsal, Diesbar-Seußlitz


Sächsische Weinstraße

Die am 29. Mai 1992 eingeweihte, 55 km lange Sächsische Weinstraße durchzieht das mit 350 ha kleinste und nordöstlichste deutsche Weinbaugebiete und ist die kürzeste der sieben bedeutenden deutschen Weinstraßen.
Die Sächsische Weinstraße verläuft rechts der Elbe von Pirna über Wachwitz, Radebeul, Weinböhla, Meißen bis Diesbar-Seußlitz. Die Sächsische Weinstraße führt über Landstraßen und Bundesstraßen vorbei an sächsischen Sehenswürdigkeiten wie dem Barockgarten Großsedlitz bei Heidenau, Schloss Pillnitz, der Königlichen Weinpresse in Pillnitz, dem Meißner Dom, der Albrechtsburg Meißen und der Porzellan-Manufaktur Meißen.
An der Strecke durch das kleinste deutsche Weinanbaugebiet liegen ca. 40 Weingüter und Weinrestaurants von denen die meisten Weinproben beim Winzer anbieten.
Jedes Jahr am letzten Augustwochenende finden die Tage des Offen Weingutes in Sachsen statt.

Angebaut werden vorzugsweise Riesling, Rivaner, Weißburgunder, Grauburgunder (Ruländer), Traminer und Kerner. Sowie als lokale Besonderheit die Sorten Goldriesling und der Schieler, ein Verschnitt von roten und weißen Weintrauben.
An den steilen Sandsteinfelsen der Sächsischen Schweiz, südlich von Pirna ist kein Weinbau mehr möglich.

Sehenswürdigkeiten entlang der Sächsischen Weinstraße

  • Diesbar-Seußlitz mit Rebhängen
    • Barockschloss Diesbar-Seußlitz
    • Dorfkirche Diesbar-Seußlitz, von George Bähr* erbaut
  • Diera-Zehren
  • Zadel
  • Schloss Proschwitz von 1707, auf der Höhe östlich der Elbe
  • Meißen mit den Hauptsehenswürdigkeiten
  • Spaargebirge mit Rebhängen
    • Lehrpfad Kapitelberg mit mehreren Aussichtspunkten
  • Weinböhla im Binnenland nordöstlich der Elbe
    einst geschlossenes Weinbaugebiet, Ende des 19. Jahrhunderts beeinträchtigt durch Reblausbefall
  • Coswig
  • Radebeuler Weinberge: Zentrum der Sächsischen Weinstraße
    • Barockpavillons und Lustschlössern
    • Schloss Wackerbarth, beliebtes Ausflugsziel mit
      • Sektkellerei Schloss Wackerbarth
      • Probierstube Schloss Wackerbarth
      • Parkanlage und Restaurant Schloss Wackerbarth
    • Einzellagen der Großlage Lößnitz sind
      • Radebeuler Johannisberg
      • Radebeuler Steinrücken
      • Radebeuler Goldener Wagen
    • Lusthaus Hoflößnitz - Weinmuseum mit Probierstube
      im 17. Jh. von Kurfürst Johann Georg I. im Renaissancestil erbaut
    • 390 Steinstufen führen zum Weinschlösschen Spitzhaus
      1750 von Matthäus Daniel Pöppelmann erbaut

die Stadt Dresden
die Kirche Maria am Wasser in Hosterwitz, eine einzig übriggebliebene so genannte Winzersäule sowie Denkmäler zur Verkehrsgeschichte (das „Blaue Wunder“, die Standseilbahn und die Schwebebahn) in Loschwitz
das Schloss Pillnitz, die Weinbergkirche „Zum Heiligen Geist“ und die ehemalige Königliche Weinpresse in Pillnitz
der Barockgarten Großsedlitz (linkselbisch bei Heidenau)
das von Canaletto gemalte historische Stadtzentrum von Pirna

Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen GmbH
Talstraße 9, 01662 Meißen
Tel: 03521 468-700
Fax: 03521 468-800
Besucherbüro Schauhalle
Tel: 03521 468-208
Öffnungszeiten Schauhalle
Ganzjährig geöffnet:
Montag bis Sonntag
9:00 Uhr – 18:00 Uhr (1.5.-31.10.)
9:00 Uhr – 17:00 Uhr (1.11.-30.4.)
Letzter Einlass: 30 Minuten vor Schließung.
Am Freitag nach Pfingsten ab 12:00 Uhr geschlossen.
Am 24., 25., 26., 31.12. und 1.1. geschlossen
Öffnungszeiten Schauwerkstatt
Ganzjährig Montag bis Sonntag
9:00 – 18:00 Uhr (1.5.-31.10.)
9:00 – 17:00 Uhr (1.11.-30.4.)
Beginn der letzen Führung: 17:15 Uhr bzw. 16:15 Uhr
Am 24., 25., 26., 31.12. und 1.1. geschlossen
Die Führungen beginnen alle 10 Minuten.

Porzellan

Durch die in Holland gegründete Indische Handelsgesellschaft kamen im 17. Jahrh. Massen von Porzellan aus den verschiedenen Ländern Ostasiens nach Europa, und sehr bald fing man in China und Japan an, für den europäischen Markt nach dem Geschmack der Besteller zu arbeiten; gleichzeitig begannen in größerm Umfang die (bereits ein Jahrhundert früher durch Francesco de' Medici in Florenz angestellten) Versuche, Porzellan in Europa zu erzeugen. Gegen Ende des 17. Jahrh. wurde das erste "weiche Porzellan" in St.-Cloud gemacht, 1740 die Fabrik in Vincennes gegründet, welche 1753 königlich wurde und bald darauf nach Sèvres übersiedelte. In allen Ländern warfen sich Fayenciers auf die Herstellung dieses uneigentlichen Porzellans, welchem durch verglasende Stoffe die Transparenz gegeben wurde (Stratford le Bow und Chelsea in England, Capo di Monte bei Neapel etc.). 1706 erfand der Alchimist Joh. Fr. Gehe zu Böttger (s. d.) in Dresden das sogen. rote Porzellan (s. Tafel, Fig. 17), und 1709 entdeckte er im Haarpuder das Kaolin, welches endlich die Fabrikation echten Porzellans ermöglichte, die in Meißen systematisch betrieben wurde und schnell zu höchster Blüte gelangte (vieux saxe, s. Tafel, Fig. 13). Mit welcher Strenge auch das Geheimnis auf der Albrechtsburg zu Meißen gewahrt wurde, so gelang es doch einzelnen Arbeitern, zu entkommen, oder fremden, sich einzuschleichen, und bald hatte jedes Land und jedes Ländchen seine Porzellanfabrik (Nymphenburg seit 1754, Berlin etwa gleichzeitig, Wien 1718, Höchst 1720 etc.). 1765 wurde in Frankreich das erste Kaolinlager entdeckt.
Johann Friedrich Böttger (Böttcher oder Böttiger),
Erfinder des Meißner Porzellans, geboren am 5. Febr. 1685 (nach Angabe aus seiner Büste im Japanischen Palais in Dresden am 4. Februar 1682) zu Schleiz, wo sein Vater Münzwardein war, erlernte in Berlin die Apothekerkunst, trieb auch Alchimie und flüchtete aus Berlin, weil er sich gerühmt hatte, Gold machen zu können, und man ihn deshalb als Adepten festhalten wollte, 1701 nach Wittenberg, ward dort auf preußische Requisition, angeblich wegen verschiedener Veruntreuungen, verhaftet, auf seine Bitte aber unter sächsischem Schutz von dort nach Dresden abgeführt. Hier versprach er, sein Geheimnis Sachsen zu offenbaren, und ward drei Jahre aufs beste verpflegt, ohne jedoch ausgehen zu dürfen. Nach mancherlei Winkelzügen und einem verunglückten Fluchtversuch übergab er 1705 dem König August II. einen Aufsatz, der, voll adeptischen Unsinns, anscheinend mit großer Unbefangenheit abgefaßt ist. Die Nichtigkeit seiner Kunst ward nun zwar bald klar, doch gelang es Böttger, aus einem Thon der Meißener Gegend ein vortreffliches, braunrotes Porzellan darzustellen. Vor den eindringenden Schweden ward Böttger mit drei Gehilfen auf dem Königstein in Sicherheit gebracht, wo sie ihre Arbeit fortsetzen mußten. Im Jahr 1707 nach Dresden zurückgeführt, wurde Böttger 1708 mit der Leitung des Porzellanmachens betraut und zuletzt zum Administrator der 1710 zu Meißen errichteten Fabrik ernannt. Bereits 1709 hatte man mit glasiertem und unglasiertem, auch etwas weißem Porzellan die Leipziger Messe bezogen, nachdem an mehrere auswärtige Höfe schon Geschenke abgegangen waren, die außerordentlichen Beifall gefunden hatten. Böttger aber zeigte sich zum Direktor einer Anstalt wie die Meißner Porzellanfabrik nicht geeignet; überdies schien er aus irgend welchen selbstsüchtigen Absichten das Aufblühen der Anstalt geflissentlich zu hintertreiben, ja er ließ sich 1716 mit gewissen Personen in Berlin wegen Mitteilung seiner Kunst um Geld in eine Korrespondenz ein. Letzteres wurde 1719 entdeckt und hatte die gefängliche Einziehung Böttgers zur Folge, von der ihn jedoch bald der Tod befreite; er starb 13. März 1719 in Dresden. Böttger war ein guter Laborant, übrigens aber ungebildet und konnte nicht einmal orthographisch schreiben. Vgl. Engelhardt, Joh. Fr. Böttger (Leipz. 1837).

Meißen Geschichte:
Kaiser Heinrich IV. begründet; doch erst um 1143 ist ein Burggraf Hermann bekannt. Um 1200 erwarb Meinher I. von Hartenstein die Burggrafschaft, und sein Geschlecht blieb in deren Besitz bis zu seinem Erlöschen bei Heinrichs II. Tod 1426. Damals kam die Burggrafschaft, jedoch ohne die markgräflichen Lehen, welche Kurfürst Friedrich der Streitbare innebehielt, an die Grafen Reuß zu Plauen, mit denen Kurfürst Moritz 1546 einen Vertrag schloß, infolge dessen, als Heinrich der jüngere von Plauen 1572 ohne männliche Erben starb, das Burggrafentum aufhörte. Das Bistum Meißen ward 967 vom Kaiser Otto I. gegründet. Die Bischöfe waren Reichsfürsten und erstritten ihre Exemtion von der Gerichtsbarkeit der Erzbischöfe von Magdeburg und Prag; unter ihnen ist Benno (1066-1106), der unermüdliche Widersacher Heinrichs IV., der bekannteste. Der letzte Bischof, Johann von Haugwitz, mußte die Einführung der Reformation gestatten, zog sich aus der bisherigen Residenz Stolpen nach Wurzen zurück und verzichtete 1581 völlig auf das Bistum. Der Administrator des Stifts wurde fortan stets aus dem kursächsischen Haus gewählt. Diesem verlieh 1666 das Domkapitel ein erbliches Recht an der Administration, was der Einverleibung in Sachsen gleichkam. Vgl. Tittmann, Geschichte Heinrichs des Erlauchten (Dresd. 1845, 2 Bde.); v. Posern-Klett, Zur Geschichte der Verfassung der Mark Meißen im 13. Jahrh. (Leipz. 1863); Gersdorf, Urkundenbuch des Hochstifts Meißen (das. 1864-67, 3 Bde.); Posse, Die Markgrafen von Meißen und das Haus Wettin (das. 1881); Märcker, Das Burggraftum Meißen (das. 1842).

Meißen,
Amtshauptstadt in der sächs. Kreishauptmannschaft Dresden, ehemals Sitz der Markgrafen, Burggrafen und Bischöfe von Meißen, an der Mündung der Triebisch in die Elbe, über die hier zwei Brücken führen, und an der Linie Leipzig-Döbeln-Dresden der Sächsischen Staatsbahn, was seine landschaftliche Umgebung betrifft, eine der schönstgelegenen Städte Deutschlands, 109 m ü. M., in seinem Innern reich an altertümlichen Architekturen; nur der neue Anbau im Triebischthal trägt ganz modernen Charakter. Zu Meißens berühmtesten Bauwerken gehört der Dom, ein Meisterstück gotischer Baukunst, mit einer 80 m hohen Turmpyramide von sehr zierlich durchbrochener Arbeit; die beiden Haupttürme sind 1547 durch Blitz zerstört worden. Der erste Gründer des Doms ist Kaiser Otto I., nachdem aber das ursprüngliche Gebäude zu Anfang des 13. Jahrh. durch Feuer zerstört worden, ward das gegenwärtige von 1372 bis Mitte des 15. Jahrh. erbaut. Das schöne figurenreiche Hauptportal wird leider durch die von Kurfürst Friedrich dem Streitbaren als Erbbegräbnis seines Stammes erbaute Fürstengruft verdeckt; dieselbe enthält mehrere aus P. Vischers Werkstatt stammende Grabplatten. Einen zweiten Anbau bildet die Grabkapelle Herzogs Georgs des Bärtigen und seiner Gemahlin Barbara. Unter den übrigen acht Kirchen Meißens sind die Stadt- oder Frauenkirche, die uralte, schon von Thietmar von Merseburg erwähnte Nikolaikirche, in welcher noch Fresken von hohem Alter sichtbar sind, die St. Afrakirche, die nicht mehr benutzte Franziskaner- und die 1887 vollendete katholische Kirche nennenswert. Das neben der Domkirche stehende Schloß, eins der edelsten und großartigsten Profanbauwerke spätgotischen Stils, ist 1471-83 unter Kurfürst Ernst und Herzog Albrecht durch Meister Arnold von Westfalen erbaut, unter Johann Georg II. im 17. Jahrh. restauriert und Albrechtsburg genannt. 1710 der Porzellanmanufaktur eingeräumt, seit deren Verlegung in das Triebischthal im J. 1860 aber in würdiger Weise restauriert und in seinen Haupträumen mit Wandmalereien geschmückt. Im Hof derselben das Standbild Herzogs Albrecht von Hultzsch (vgl. Puttrich, Das Schloß und der Dom zu M., Leipz. 1845; Gurlitt, Das Schloß zu M., Dresd. 1881). Das von 1479 an erbaute Rathaus ist 1875 restauriert worden. Die Fürsten- und Landesschule zu St. Afra, auf dem durch einen einzigen Bogen von 13 m Spannweite mit dem Schloßberg verbundenen Afraberg, seit 1879 in neuem Gebäude, die Bildungsstätte Gellerts und Lessings, ist 1543 von Herzog Moritz gestiftet, der ihr die Gebäude des aufgehobenen (1205 gegründeten) Afraklosters überwies (vgl. Flathe, Geschichte der Fürstenschule St. Afra zu M., Leipz. 1879); die schöne Aula enthält Wandgemälde von Große und Pauwels. Die Stadt zählt (1885) 15,474 meist evang. Einwohner. Unter ihren industriellen Anstalten steht die königliche Porzellanmanufaktur obenan. 1710 von J. Fr. ˆ[Johann Friedrich] Gehe zu Böttger (s. d.) gegründet, ist sie die älteste in Europa und beschäftigt 800 Personen; ihr durch die ganze Welt berühmtes Fabrikat pflegt mit Vorliebe den Rokokostil (vgl. Böhmert, Geschichte der Meißener Porzellanmanufaktur, in der "Zeitschrift des königlich sächsischen statistischen Büreaus" 1880, Heft 1 u. 2). Durch sie angeregt, blühen in Meißen die keramischen Gewerbe; außerdem befinden sich hier Eisengießereien u. Maschinenfabriken, eine Jutespinnerei, Sicherheitszünderfabriken, Zigarren-, Nähmaschinen-, Lampen-, Metallwaren- und Möbelfabrikution, Bierbrauerei, Weinhandel und Schiffahrt etc. Meißen hat ein Amtsgericht, ein Hauptsteueramt, eine Realschule mit Progymnasium, eine Handels- und eine landwirtschaftliche Schule. In der schönen, ansehnlichen Obst- und Weinbau treibenden Umgebung sind zu bemerken: die Ruinen des 1570 aufgehobenen Cistercienserinnenklosters zum Heiligen Kreuz, das v. Miltitzsche Schloß Siebeneichen mit großem Park, das alte Schloß Scharfenberg, an dessen Fuße Silberbergbau getrieben wird, und die moderne Huttenburg im Triebischthal. - Meißen (ursprünglich Misni, vermutlich v. slaw. mysny, "Vorgebirge") wurde von König Heinrich I. um 928 als Zwingburg gegen die Daleminzier erbaut und blühte als Sitz des Markgrafen, des Burggrafen und des Bischofs empor. Im 15. Jahrh. litt es durch die Hussiten. Im J. 1548 fanden hier Beratungen über das Interim statt. Im Schmalkaldischen Krieg (1547) wurde Meißen von den Kaiserlichen besetzt, im Dreißigjährigen 1637 von Banérs Schweden überrumpelt und zum großen Teil verbrannt, 1645 von denselben unter Königsmark das Schloß erobert. Auch im Siebenjährigen Krieg erlitt die Stadt mehrfache Drangsale. Am 13. März 1813 ließ der französische Marschall Davoût die Elbbrücke abbrennen; am 15. Juni 1866 wurde dieselbe beim Einmarsch der Preußen von den Sachsen gesprengt. Vgl. Reinhard, Die Stadt M., ihre Merkwürdigkeiten etc. (Meiß. 1829); Rüling, Geschichte der Reformation zu Meißen etc. (das. 1839); Gersdorf, Urkundenbuch der Stadt Meißen (Leipz. 1873); "Mitteilungen des Vereins für die Geschichte der Stadt Meißen" (1882 ff.).

Bekannte Persönlichkeiten:

*George Bähr
Sohn eines Zimmermannes oder Leinewebers wuchs in einem ärmlichen Elternhaus auf.
Seine Schulbildung wurde durch den Dorfgeistlichen gefördert. George Bähr absolvierte seine Schulausbildung und Zimmermannslehre in Lauenstein.
Ab 1690 war George Bähr in Dresden als Zimmermann tätig.
George Bähr studierte er nebenbei Mechanik, nannte sich Künstler und Mechanicus, entwarf Orgelprospekte genauso wie Schlösser und Palais.
Mit 39 Jahren wurde George Bähr 1705 in Dresden zum Ratszimmermeister berufen, obwohl er noch keinen Meisterbrief besaß.
Im Amt des Ratszimmermeisters bemühte sich George Bähr um die Modernisierung des Kirchenbaus.
Nach Meinung von George Bähr wurden die bestehenden Kirchenbauten dem evangelischen Gottesdienst nicht mehr gerecht.
George Bährs erster Bau war die Pfarrkirche Dresden-Loschwitz mit langgestrecktem, achteckigem Grundriss. Die Pfarrkirche Dresden-Loschwitz wurde 1708 fertiggestellt.
Um 1710 entstand die Waisenhauskirche in Dresden, danach 1713–1716 die Dorfkirche Zur Heiligen Dreieinigkeit in Schmiedeberg im Erzgebirge und 1719–1726 die Kirchen in Forchheim und 1716–1719 Beitzsch (Biecz) bei Pförten (Brody). Als Baumeister bzw. Berater war Bähr in den folgenden Jahren auch an Errichtung und Umbau der Kirchen in Königstein 1720–1724, Kesselsdorf 1723–1725, Hohnstein 1724–1728 und Schmannewitz 1731–1732 beteiligt. Nach Vorgaben von George Bährs wurden auch zahlreiche Wohnhäuser in Dresden erbaut.
George Bährs Hauptwerk ist jedoch die Frauenkirche in Dresden.
1722 wurde George Bährs damit beauftragt, 1726 wurde der Entwurf für die Frauenkirche genehmigt und umgesetzt. 1734 wurde der Innenraum der Frauenkirche eingeweiht. Vollendet wurde die Frauenkirche Dresden am 27. Mai 1743, fast fünf Jahre nach dem Tod von George Bähr, mit dem Aufsatz eines, von George Bähr so nicht gewollten, Kuppelkreuzes.
Seit 1730 führte George Bähr den Titel Architekt, den Begriff Bauingenieur gab es zu dieser Zeit noch nicht.
Zwischen 1732 und 1738 beaufsichtigte George Bähr noch den Bau der von Matthäus Daniel Pöppelmann entworfenen Dreikönigskirche in Dresden-Neustadt.
Die Vorliebe für Orgelbauten führte dazu, dass George Bähr auch Kompositionen für diese eindrucksvollen Musikinstrumente ausführte.
Infolge einer ihn ans Bett fesselnden Krankheit nahm George Bähr acht Tage vor seinem Tod seinen Abschied als Ratszimmermeister.
George Bähr starb einen Tag nach seinem 72. Geburtstag an einem Schlaganfall. Gerüchte über einen Selbstmord des Baumeisters George Bähr konnten widerlegt werden.

Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen,
geboren 5. März 1585 in Dresden; gestorben am 8. Oktober 1656 in Dresden, Fürst aus dem Hause Wettin der albertinische Linie war zweiter Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen und folgte seinem kinderlosen Bruder Christian II. am 23. Juni 1611 als Regent.
Zu Beginn der Regierung von Johann Georgs I. verschärften sich im Deutschen Reich die Spannungen zwischen Protestanten und Katholiken. Als Landesherr des mächtigsten protestantischen Territoriums konnte Johann Georgs I. die evangelischen Reichsstände führen. Johann Georgs I. und seine Regierung versuchten den status quo des Augsburger Religionsfriedens zu wahren und hielten an der traditionellen sächsischen Ausgleichspolitik Sachsens fest.
Wegen der Verschuldung des Landes durch Krieg und Verschwendung am Hofe lag Johann Georg I. mit den Landständen vielfach in Streit.
Johann Georg I. frönte oft der Jagdleidenschaft und Trunksucht, ebenso mangelte Ihm an feiner Sitte.
In der von Johann Georg Theodor Grässe aufgeschriebenen, mündlich tradierten Sage "Die sonderbare Stiftung zu Kötzschenbroda" wurde Sein Spottname "Bierjörge" festgehalten.
Johann Georg I. heiratete am 16. September 1604 in erster Ehe Prinzessin Sibylla Elisabeth von Württemberg (gestorben am 18. Januar 1606), am 19. Juli 1607 heiratete er in zweiter Ehe Magdalena Sibylle von Brandenburg. Johann Georg I. starb am 8. Oktober 1656 in Dresden.
1623 kaufte Kurfürst Johann Georg von Sachsen für 300.000 Taler von den Gebrüder Promnitz die Herrschaft von Dobrilugk mit Schloss um es zum Jagdschloss umzubauen.
In seinem Testament vermachte Johann Georg I. seinen nachgeborenen Söhnen die vom sächsischen Kurstaat abgetrennten eigenen Herzogtümer, Sachsen-Merseburg, Sachsen-Weißenfels und Sachsen-Zeitz.
Nachkommen von Johann Georgs I.
Johann Georg I. heiratete am 16. September 1604 in Dresden Sibylle Elisabeth von Württemberg, Tochter des Herzogs Friedrich I. von Württemberg aus dessen Ehe mit Sibylla von Anhalt.
Sibylle Elisabeth von Württemberg starb während der Totgeburt ihres einzigen Kindes:

  • totgeborener Sohn 20. Januar 1606 in Dresden

Am 19. Juli 1607 schloss er in Torgau seine zweite Ehe mit Magdalena Sibylle von Preußen, Tochter des Herzogs Albrecht Friedrich von Preußen aus dessen Ehe mit Marie Eleonore von Jülich-Kleve-Berg.
Der Ehe mit Magdalena Sibylle von Preußen entsprangen zehn Kinder:

  • totgeborener Sohn 18. Juli 1608 in Dresden
  • Sophie Eleonore (1609–1671) - Georg II., Landgraf von Hessen-Darmstadt
  • Maria Elisabeth (1610–1684) - Friedrich III., Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf
  • Christian Albrecht ( 4. März 1612 in Dresden - 9. August 1612 in Dresden)
  • Johann Georg II. (1613–1680) - Kurfürst von Sachsen
  • August (1614–1680) - Herzog von Sachsen-Weißenfels
  • Christian I. (1615–1691) - Herzog von Sachsen-Merseburg
  • Magdalena Sibylle (1617–1668) - (I) Christian, Kronprinz von Dänemark; (II) Friedrich Wilhelm II., Herzog von Sachsen-Altenburg
  • Moritz (1619–1681) - Herzog von Sachsen-Zeitz
  • Heinrich (*27. Juni 1622 in Dresden - 15. August 1622 in Dresden)historisches Meißen
Matthäus Daniel Pöppelmann,
geboren 3. Mai 1662 in Herford; gestorben 17. Januar 1736 in Dresden, deutscher Baumeister des Barock und Rokoko stand in Diensten von Kurfürst August dem Starken von Sachsen.
Vor Beginn seiner Karriere, als er 1705 zum Landbaumeister befördert wurde, musste Pöppelmann oft profane Tätigkeiten wie Abbrucharbeiten verrichten, baute Bürgerhäuser auf eigene Rechnung, 1687 beantragte er die Lizenz zum Alkoholausschank. Als Landbaumeister wurde Pöppelmann die Planung des neuen Residenzschlosses übertragen. August der Starke schickte Pöppelmann 1710 auf eine Bildungsreise nach Wien, Rom und Neapel und 1715 auf eine zweite Bildungsreise nach Paris, Belgien und Holland. 1718 wurde Matthäus Daniel Pöppelmann der Nachfolger von Oberlandbaumeister Johann Friedrich Karcher.
Als Oberlandbaumeister entfaltete Pöppelmann eine umfangreiche Bau- und Verwaltungstätigkeit, durch die Dresden glänzende und fantasievolle Bauten des Rokokostils bekam. Ab 1730 gab August der Starke repräsentative Projekte an jüngere Architekten wie Zacharias Longuelune und Pöppelmann widmete sich vor allem der Leitung des Oberbauamtes.
Oktober 1734 schied Matthäus Daniel Pöppelmann aus dem Oberbauamt aus und Johann Christoph Knöffel wurde sein Nachfolger.
Nach schwerer Krankheit starb Pöppelmann am 17. Januar 1736 und wurde in der Gruft der Matthäuskirche Dresden beigesetzt.


Veranstaltungen Porzellan-Manufaktur Meissen® 2009Meißener Porzellan - Porzellanmanufaktur Meißen
November – März 2009
Sonderausstellung im Porzellan-Museum zum Thema „Berührungen mit Meissener Porzellan®. Ausstellung nicht nur für Blinde und Sehbehinderte“

Veranstaltungen Porzellan-Manufaktur Meissen® 2008

04.04. – 02.11.2008
Sonderausstellung im Porzellan-Museum zum Thema „Gold für Meissener Porzellan® - Ein Edelmetall in der Porzellanmalerei“

12. – 15.04.2008
Teilnahme an der „Table Top“ in New YorkEisdiele in Meißen

19.04.2008
Tag der offenen Tür mit Sonderausstellung „300 Jahre Erfindung des europäischen Hartporzellans“

21. – 25.04.2008
Teilnahme an der Messe Promotion World in Hannover

30. – 31.05.2008
Mitgliedertreffen Club „Freunde des Meissener Porzellans“

September 2008
Teilnahme an Fachmesse Maison & Objet in ParisAlbrechtsburg Meißen

18.10.2008
Tag der offenen Tür mit Sonderausstellung „Die Porzellan-Manufaktur und ihre Kooperationspartner“




Bikertouren + Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten in Dresden, Sachsen, Böhmen, Lausitz, Spreewald

Burg Stolpen, Anna Konstanze Gräfin von Cosel ... Geschichte Burg Stolpen von der ersten Wehranlage 1100 für eine Burgk von geschrothenen Holze bis Eröffnung des Seigerturms 2007. Anna Konstanze Gräfin von Cosel Geliebte Augusts des Starken, König von Polen und Kurfürst von Sachsen, die Tochter des dänischen Obersten Joachim von Brockdorf auf Deppenau im Holsteinischen. Gräfin Cosel war eine der schönsten und geistreichsten Frauen ihrer Zeit.
Schloss Pillnitz, Friedrichsgrund, Weinbergkirche, Lustgarten, Wasserpalais, Bergpalais, Neues Palais ... Schloss Pillnitz aus dem 18. Jahrhundert, an der Elbe in dem ehemaligen Dorf Pillnitz gelegen besteht aus dem Wasserpalais an der Elbe, dem Bergpalais am Hang gegenüberliegend und dem diese an der Ostseite verbindenden Neuen Palais. Der von den Gebäuden umschlossene barocke Lustgarten wird durch den umgebenden Schlosspark ergänzt. 1723 ließ August der Starke im östlich des Schlosses gelegenen Weinberg durch Matthäus Daniel Pöppelmann die Weinbergkirche "Zum Heiligen Geist" errichten. Die Weihung erfolgte 1725. In der Kirche fand der 1648 geschaffene
Restaurant und Hotel mitten in Sachsen im, Westlausitzer Hügelland, zwischen Dresden, Bautzen, Görlitz, Zittau ... Voranmeldung + Reservierung bitte per Tel/Fax.: 035955 73912 Advance notification + reservation please via Tel/ Fax.: 035955 73912 - Übernachtungsrabatt - jede 11. Übernachtung pro Person ist kostenlos - Speisenrabatt - jedes 11. Essen pro Person ist kostenlos - Essen und Trinken - Wertgutscheine für Geburtstag, Hochzeitstag usw. unbegrenzt gültig - Sekt - Schloß Wackerbarth halbtrocken - Schloß Wackerbarth trocken und
Lohnenswerte Ausflugsziele, Sehenswürdigkeiten, Museen, Wanderungen, Burgen und Schlösser rund um Dresden ... Der Dresdner Zwinger gehört zu den schönsten Barockbauten, formvollendet und in Harmonie präsentiert er sich von der Gesamtanlage bis hin ins kleinste Detail. Im Zwinger ist unter anderem die Gemäldegalerie Alter Meister untergebracht. Das Kronentor des Zwingers symbolisiert mit seinen vier Doppeladlern
Ausflug ins Zittauer Gebirge ... Im wunderschönen Sachsenland gibt es einen kleinen Gebirgszug, der in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung ist. Benannt ist das Gebirge nach Zittau der größten Stadt in seiner Nähe, etwa 2 Stunden
Pumpspeicherwerk in Niederwartha bei Dresden ... Das Pumpspeicherkraftwerk Niederwartha hat drei Druckrohrleitungen von 3,20 bzw. 2,50 m Durchmesser über 1760 m Länge mit einer Fallhöhe von 143 m die Oberbecken und Unterbecken
Wasserburg, Barockschloss und Park Neschwitz, Reichsfürstin von Teschen, ... Barockschloss Neschwitz wurde von 1721 bis 1723 auf den Grundmauern und Gewölben der wehrhaften Wasserburg Neschwitz errichtet. Nach Vorbild des französischen

Hotel & Restaurant WALDHAUS in Pulsnitz

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Pulsnitz - Lausitz 24.04.2009 10:46:12 Uhr